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Auf Reisen: Mit freien Ohren unterwegs
Ob im Flugzeug oder in den Bergen – plötzlich fühlen sich die Ohren »dicht« an. Warum ist das so und wie gleichen Sie diesen Druck sanft wieder aus? Plötzlich klingt alles wie durch Watte. Stimmen wirken entfernt, manchmal kommt ein...
Ob im Flugzeug oder in den Bergen – plötzlich fühlen sich die Ohren »dicht« an. Warum ist das so und wie gleichen Sie diesen Druck sanft wieder aus?
Plötzlich klingt alles wie durch Watte. Stimmen wirken entfernt, manchmal kommt ein Pfeifen hinzu, gelegentlich auch ein stechender Schmerz. Diesen Zustand kennen viele von uns: beim Start oder bei der Landung im Flugzeug, aber auch auf kurvigen Bergstraßen. Meist verschwinden die Beschwerden schnell von ganz allein. Doch was steckt dahinter?
Sensibles Gleichgewicht im Ohr
Damit wir gut hören können, muss der Druck im Ohr ausgeglichen sein. Auf beiden Seiten des Trommelfells sollte derselbe Luftdruck herrschen. Dafür sorgt die sogenannte Eustachische Röhre. Sie verbindet das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum und öffnet sich beim Schlucken oder Gähnen. Kommt es jedoch zu schnellen Druckveränderungen – etwa beim Fliegen –, gerät dieses Gleichgewicht durcheinander. Die Eustachische Röhre schafft es nicht sofort, den Druck anzupassen.
Reisen geht auf die Ohren
Vor allem beim Start und bei der Landung im Flugzeug verändert sich der Luftdruck innerhalb kurzer Zeit. Auch bei Fahrten in alpine Höhenlagen passiert Ähnliches – wenn auch langsamer. Ist die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum zusätzlich gereizt, etwa durch eine Erkältung, funktioniert der Druckausgleich noch schlechter.
Kleine Helfer für den Druckausgleich
Oft genügt es, den Körper bei seiner Arbeit zu unterstützen: Kaugummi kauen, Bonbons lutschen oder Wasser trinken regen den Schluckreflex an. Auch bewusstes Gähnen kann helfen. Eine bewährte Methode ist das sogenannte Valsalva-Manöver: Dabei halten Sie sich die Nase zu, schließen den Mund und versuchen vorsichtig auszuatmen. Häufig folgt ein leises »Plopp« und das Ohr ist wieder frei.
Unterstützung aus der Apotheke
Bei Bedarf kann auch die Apotheke helfen. Abschwellende Nasensprays sorgen dafür, dass die Schleimhäute frei werden und der Druckausgleich leichter gelingt. Spezielle Flugohrstöpsel dämpfen Druckschwankungen ab und geben dem Mittelohr mehr Zeit, sich anzupassen. Sie werden einfach vor dem Start eingesetzt.
Ein Fall für den HNO?
In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach kurzer Zeit. Bleibt das Gefühl jedoch über Stunden oder Tage bestehen, sollten Sie eine HNO-Praxis aufsuchen. Mögliche Ursachen sind eine anhaltende Belüftungsstörung des Ohres oder – seltener – eine Verletzung des Trommelfells.
Nicht immer ist die Reise schuld
Ein Druckgefühl im Ohr kann auch andere Ursachen haben: Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Allergien. Auch Ohrenschmalzpfropfen oder Verspannungen im Kiefer- und Nackenbereich können eine Rolle spielen. Bei wiederkehrenden Beschwerden lohnt es sich daher, die Ursache genauer zu klären.
Gut vorbereitet im Flugzeug
• Lassen Sie bestehende Erkrankungen vor der Reise ärztlich abklären und überprüfen Sie Ihre Medikamente.
• Wenn Sie ein Hörgerät tragen, empfiehlt sich vorab eine Rücksprache mit dem Hersteller.
• Ein Sitzplatz in der Flugzeugmitte kann ruhiger sein, ein Gangplatz erleichtert das Aufstehen.
• Flugohrstöpsel sollten Sie bereits am Boden einsetzen.
• Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken, damit die Schleimhäute feucht bleiben.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Was darf ich nach einem Bleaching essen?
Ein professionelles Bleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen und dem Lächeln mehr Frische verleihen. Direkt nach der Behandlung sind die Zähne jedoch für kurze Zeit besonders aufnahmefähig für Farbstoffe. Deshalb empfehlen viele Zahnarztpraxen, in den ersten 24 bis 48 Stunden...
Ein professionelles Bleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen und dem Lächeln mehr Frische verleihen. Direkt nach der Behandlung sind die Zähne jedoch für kurze Zeit besonders aufnahmefähig für Farbstoffe. Deshalb empfehlen viele Zahnarztpraxen, in den ersten 24 bis 48 Stunden auf bestimmte Lebensmittel und Getränke zu achten. Oft spricht man in diesem Zusammenhang von der sogenannten „weißen Diät“.
Warum ist die Ernährung nach dem Bleaching wichtig?
Beim Bleaching werden Farbstoffe, die sich im Zahnschmelz und Dentin eingelagert haben, durch spezielle Bleichmittel aufgehellt. Nach der Behandlung kann die Zahnoberfläche vorübergehend empfindlicher sein. Außerdem können Farbpigmente aus Lebensmitteln leichter aufgenommen werden. Das bedeutet nicht, dass die Zähne dauerhaft „offen“ oder geschädigt sind. Es handelt sich vielmehr um eine kurze Phase, in der Zurückhaltung sinnvoll ist, um das Bleaching-Ergebnis möglichst lange zu erhalten.
Zusätzlich können saure Speisen und Getränke die Zähne nach dem Bleaching stärker reizen. Wer bereits empfindliche Zähne hat, sollte daher besonders vorsichtig sein.
Welche Lebensmittel sind nach dem Bleaching geeignet?
In den ersten ein bis zwei Tagen sind helle, wenig färbende und möglichst milde Lebensmittel eine gute Wahl. Geeignet sind zum Beispiel:
- Reis, Nudeln oder Kartoffeln,
- helles Brot oder Brötchen,
- Naturjoghurt, Quark oder Milch,
- Hähnchen, Pute oder heller Fisch,
- Blumenkohl, geschälte Gurke oder helle Zucchini,
- Bananen oder geschälte Äpfel,
- Wasser oder Milch als Getränke.
Als einfache Faustregel gilt: Alles, was auf einem weißen T-Shirt Flecken hinterlassen würde, sollte direkt nach dem Bleaching besser gemieden werden.
Worauf sollte ich nach dem Bleaching verzichten?
Besonders kritisch sind stark färbende Lebensmittel und Getränke. Dazu gehören unter anderem Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein, Cola, dunkle Säfte, Curry, Tomatensoße, Sojasoße, Beeren, Rote Bete und Schokolade. Auch Rauchen kann das Ergebnis beeinträchtigen, da Nikotin und Teer Verfärbungen begünstigen.
Säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Essig, Limonaden oder sehr saure Smoothies können die Zähne zusätzlich empfindlich machen. Deshalb ist es sinnvoll, diese Produkte zunächst zu vermeiden oder nur vorsichtig zu konsumieren.
Was tun bei empfindlichen Zähnen?
Leichte Empfindlichkeiten nach einem Bleaching sind nicht ungewöhnlich. Sie verschwinden meist nach kurzer Zeit von selbst. Hilfreich können fluoridhaltige Zahnpasta, spezielle Zahnpasta für schmerzempfindliche Zähne oder ein von der Zahnarztpraxis empfohlenes Gel sein. Sehr heiße oder sehr kalte Speisen und Getränke sollten vorübergehend gemieden werden.
Ab wann kann ich wieder normal essen?
In der Regel können Patientinnen und Patienten nach 24 bis 48 Stunden wieder zu ihrer normalen Ernährung zurückkehren. Trotzdem lohnt es sich, stark färbende Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Rotwein bewusst zu konsumieren und anschließend Wasser zu trinken. Auch eine gute Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen dabei, das Bleaching-Ergebnis länger zu bewahren.
Wer unsicher ist, welche Lebensmittel nach dem eigenen Bleaching geeignet sind, sollte direkt in der Zahnarztpraxis nachfragen. Dort erhalten Patientinnen und Patienten individuelle Empfehlungen, abgestimmt auf die Behandlung und die persönliche Zahnsituation.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Skinny Fat – unterschätztes Risiko
Superschlank und füllig zugleich? Klingt widersprüchlich, ist aber gar nicht so selten und auch ziemlich gefährlich! Was steckt dahinter und wie kannst du gegensteuern? Apfel statt Birne Das Gewicht allein oder auch der BMI (Body Mass Index) sagen nicht viel...
Superschlank und füllig zugleich? Klingt widersprüchlich, ist aber gar nicht so selten und auch ziemlich gefährlich! Was steckt dahinter und wie kannst du gegensteuern?
Apfel statt Birne
Das Gewicht allein oder auch der BMI (Body Mass Index) sagen nicht viel aus. Vielmehr kommt es auf die Verteilung von Fett und Muskelmasse im Körper an. Ist der Fettanteil überdurchschnittlich hoch und gleicht deine Silhouette eher einem Apfel als einer Birne, spricht das für »Skinny Fat«. Wie du das genau feststellen kannst? Mit einer Körperanalyse und der WtHR-Methode (Waist-to-Height-Ratio), die Taillenumfang und Größe ins Verhältnis setzt. Dafür die Taille an der schmalsten Stelle messen und den Wert durch die Körpergröße in Zentimetern teilen. Ein Ergebnis über 0,5 gilt als bedenklich.
Detailliertere Auskunft gibt eine Körperanalysewaage oder besser noch die Bioelektrische Impedanz-Analyse (BIA). Über Elektroden wird schwacher Wechselstrom durch den Körper geleitet und der Widerstand gemessen. Da Gewebe, Wasser und Muskeln unterschiedlich leitfähig sind, gibt der Widerstand (Impedanz) Aufschluss über deren Anteil. Viele Apotheken bieten solche, übrigens absolut schmerzfreien Analysen an – frag mal nach! Faustregel: Bei Männern sollte der Körperfettanteil unter 25 Prozent, bei Frauen unter 30 Prozent liegen.
Fett ist nicht gleich Fett
Während Unterhautfettgewebe als harmlos gilt und wie eine Schutzschicht nach außen, etwa gegen Kälte, funktioniert, ist inneres Bauchfett bedenklich. Das sogenannte viszerale Fett legt sich um Organe wie Leber und Darm und ist hormonaktiv. Die Botenstoffe beeinflussen den Stoffwechsel, können Bluthochdruck und Diabetes begünstigen und zudem entzündliche Prozesse auslösen. Ein hoher Bauchfettanteil kann daher das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, entzündliche Darmerkrankungen, Asthma und vermutlich auch Krebserkrankungen erhöhen.
Ursachen auf der Spur
Wie kommt es nun, dass schlanke Menschen ein Fettproblem haben? Verantwortlich sind (wie fast immer) zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung. Fehlt Bewegung, geht Muskelmasse verloren und Kalorien setzen schneller an. Insbesondere einfache Kohlenhydrate, etwa Weißmehlprodukte und Zucker, verstoffwechselt der Körper zu Fett und füllt die Depots an den kritischen Stellen. Aber auch einseitige Crash-Diäten sind gefährlich: Der Körper drosselt den Grundumsatz und bunkert Fett für schlechte Zeiten. Bei Frauen in den Wechseljahren kann der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen die Fettverteilung beeinflussen, vor allem wenn zugleich der Anteil männlicher Hormone steigt. Viele Frauen legen dann rund um den Bauch zu.
Weg mit dem Speck!
Wenn du Bauchfett zu Leibe rücken willst, kommt es auf eine ausgewogene Ernährung an – vor allem auf viele Ballaststoffe (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte) und ausreichend Proteine (Magerquark, Käse, Geflügel, Hülsenfrüchte) für den Muskelaufbau. Ergänzend kannst du Proteinpulver oder -drinks aus der Apotheke einsetzen – das Team vor Ort berät dich kompetent!
Das A und O für den Muskelaufbau ist allerdings Bewegung, speziell Krafttraining. Ausdauersport wie Laufen, Radeln und Schwimmen ist grundsätzlich vorteilhaft, löst allein aber nicht das »Skinny Fat«-Problem. Es geht darum, gezielt Muskulatur rund um den Bauch aufzubauen und das Fett-Muskel-Verhältnis zu verbessern. Das erreichst du auch ohne Geräte, etwa mit Sit-ups, Planken und Seitstütz-Übungen, die du gut zu Hause machen kannst.
Tipp: Dazu gibt es viele Videos auf Social-Media-Kanälen! Am besten täglich zehn bis 15 Minuten trainieren. So bauen sich Muskeln auf, die deine Mitte modellieren und – das ist der Doppelnutzen – zugleich die Fettverbrennung anheizen!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Schutz vor Sonne & Falten
Der Sommer ist da! Die steigenden Temperaturen und vermehrte Sonneneinstrahlung stellen die Haut vor große Herausforderungen – in jedem Alter. Mit 65plus sogar noch mehr als in jungen Jahren. Worauf kommt es bei der Pflege reifer Sommerhaut besonders an? Wir...
Der Sommer ist da! Die steigenden Temperaturen und vermehrte Sonneneinstrahlung stellen die Haut vor große Herausforderungen – in jedem Alter. Mit 65plus sogar noch mehr als in jungen Jahren. Worauf kommt es bei der Pflege reifer Sommerhaut besonders an? Wir verraten es Ihnen.
Tagescreme mit UV-Filter
Wird der Sommer eher heiter bis wolkig oder strahlend-schön? Warten wir es ab. Keine Überraschung sollte sein, dass Ihre Haut einen UV-Schutz braucht – und zwar immer, selbst bei bedecktem Himmel. Wolken können Sonnenstrahlen nun mal nicht aufhalten, auch wenn unsere Wahrnehmung anders sein mag. Mit einer guten Tagespflegecreme, die einen integrierten Lichtschutzfaktor (LSF) hat, liegen Sie also richtig. Denn reife Haut ist sonnenempfindlicher als eine Körperhülle, die noch jung ist. Warum ist das so?
Lichtschutzfaktor 50
Im Lauf des Lebens verändert sich die Haut. Zellen erneuern sich nicht mehr so schnell. Schützende Pigmente werden langsamer gebildet. Auch die Elastizität nimmt ab. Denn das Unterhautgewebe kann die Feuchtigkeit nicht mehr so gut speichern. Eine derart trockene Haut juckt und schuppt und kann sich gegen äußere Einflüsse immer schlechter wehren. So kommen viele Gründe zusammen, warum wir schneller einen Sonnenbrand bekommen, je älter wir werden. Die Gesichtspflege mit UV-Filter ist also an allen Tagen ein absolutes Muss.
Eine leichte Lotion reicht aber nicht aus, wenn der Sommerhimmel wolkenlos ist. Lichtschutzfaktor 50 sollte es sein. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welches Produkt für Sie das richtige ist.
Anti-Aging-Pflege
Speziell für die reife Haut gibt es Anti-Aging-Sonnencremes für Gesicht und Körper. Sie schützen in erster Linie vor Sonnenbrand und Hautkrebs, haben aber zusätzliche Inhaltsstoffe, die auf die Bedürfnisse lebenserfahrener Haut abgestimmt sind. Zu den bekanntesten Anti-Falten-Wirkstoffen zählen Hyaluronsäure, Urea und Vitamin E.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und gibt ihr ein glattes, ebenmäßiges Äußeres. Im Alter geht die Hyaluronsäure-Produktion in der Haut zurück. Dieser Mangel steht vielen ins Gesicht geschrieben: trockene Hautpartien und Knitterfalten. Pflegeprodukte, die mit Hyaluronsäure angereichert sind, geben der Haut, was sie vor allem im Sommer braucht: Viel Feuchtigkeit! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Haut wirkt entspannt und geglättet.
Urea, ebenfalls ein körpereigener Baustoff, ist dafür da, Feuchtigkeit in den Hautschichten zu halten. Im Alter lässt dieses Speichervermögen nach. Tages- und Sonnencremes, die Urea enthalten, sind besonders für die raue, rissige Haut geeignet, die zu Ekzemen und Pigmentstörungen neigt. Die Hautbarriere wird gestärkt und ist gegenüber äußeren Einflüssen besser gewappnet.
Vitamin E ist anders als Hyaluronsäure und Urea. Im Vergleich zu den anderen beiden Faltenkillern können wir Vitamin E nicht selbst bilden und müssen es dem Körper geben. Vitamin E auf der Haut ist purer Zellschutz. Es wirkt einer Austrocknung entgegen und soll die Faltenbildung reduzieren. Haut, die gut durchfeuchtet ist, bekommt nicht so schnell einen Sonnenbrand.
Sonnencremes mit hautstraffenden Wirkstoffen und einem hohen UV-Filter bieten Sonnenschutz und Hautglättung in einem. Sie lassen sich optimal mit einer LSF-Tagespflegecreme kombinieren. Fragen Sie nach einer geeigneten Pflegeserie in Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Entlarvt: Die größten Schlafräuber
Friedlich schlummern, erholt aufwachen – für viele Menschen bloß ein schöner Traum. Sie wälzen sich lange hin und her, ehe sie zur Ruhe finden, oder wachen nachts mehrfach auf. Woran liegt das? Die häufigsten Schlafstörer decken wir hier für Sie...
Friedlich schlummern, erholt aufwachen – für viele Menschen bloß ein schöner Traum. Sie wälzen sich lange hin und her, ehe sie zur Ruhe finden, oder wachen nachts mehrfach auf. Woran liegt das? Die häufigsten Schlafstörer decken wir hier für Sie auf.
Tropennächte
Tagsüber 30 Grad, nachts sinkt das Thermometer nicht wesentlich. Puh, an Schlaf ist kaum zu denken und am nächsten Morgen fühlen wir uns wie gerädert. Mit dem Klimawandel müssen wir immer häufiger mit solch heißen Nächten rechnen. Also stellen wir uns drauf ein: In den frühen Morgenstunden lüften, tagsüber Schlafzimmer verdunkeln und die Hitze aussperren. Abends nur etwas Leichtes essen, nichts, was schwer im Magen liegt, und keinen Alkohol trinken – er stört das Durchschlafen. Bevor es ins Bett geht, lauwarm duschen, ein leichtes Leinen-Nachthemd kühlt und ist atmungsaktiv.
Stress
Jeder Dritte von uns schläft schlecht. Und die Hälfte der Betroffenen nennt als Schlafkiller Nummer eins den »eigenen Kopf«. Bei den einen sind es private Sorgen, die anderen nehmen beruflichen Stress mit ins Bett. Wie lässt sich dieses Grübelkarussell stoppen? Kneginja Richter, Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg, rät: »Zwei Stunden vor dem Schlafengehen negative Gedanken in einem Heft aufschreiben. Diese Notizen lassen Sie in einer Schublade außerhalb des Schlafzimmers verschwinden.« Noch ein Tipp: aufstehen, ruhige Musik hören oder ein Buch lesen – leichte Lektüre, keinen nervenaufreibenden Thriller. Auch die Natur hilft. Baldrian, Lavendel und Passionsblumenkraut beruhigen nachweislich das Nervensystem. Präparate mit Schlummerkräutern bekommen Sie in Ihrer Apotheke.
Licht und Lärm
Ob Straßenlaterne vor dem Schlafzimmerfenster oder Verkehrslärm – eine lebhafte Umgebung blockiert meist den Zugang zu unseren Träumen. Daher verbannen Sie möglichst alle grellen Lichtquellen aus dem Schlafzimmer – Wecker mit LED-Anzeige zur Wand drehen – und schließen Sie die Vorhänge. Melatonin, unser Schlafhormon, kann sich nur in der Dunkelheit voll entfalten – und in Ruhe. Fernseher am besten ganz ausschalten. Gegen Lärm, den Sie nicht selbst beeinflussen können, helfen Ohrstöpsel.
Schnarchen
In jedem zweiten Schlafzimmer wackeln nachts die Wände, weil der Partner schnarcht. Eine Belastungsprobe für die Beziehung und für die Gesundheit auch – und zwar von beiden. Der Schnarcher, der an einer schlafbezogenen Atmungsstörung leidet, bekommt zu wenig Sauerstoff – ein Stresszustand. Wer dem nächtlichen Sägekonzert »nur« zuhört, hat ein Ruhedefizit. Im Schnitt verliert der wachgehaltene Bettnachbar rund zwei Stunden wertvollen Schlaf pro Nacht. Ohrstöpsel oder getrennte Betten sind nur eine kurzfristige Lösung. Die Ursache des Schnarchens ist damit nicht behoben. Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt kann helfen – in milden Fällen rät er zu einer Anti-Schnarchschiene, einem Spray oder einem Nasenspreizer aus Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

So bleiben Ihre Zähne im Urlaub gesund
Urlaub bedeutet Erholung, neue Eindrücke und oft auch eine kleine Auszeit vom Alltag. Doch gerade unterwegs geraten gewohnte Routinen schnell durcheinander – auch bei der Mundhygiene. Andere Essgewohnheiten, lange Anreisen, ungewohnte Lebensmittel oder eingeschränkte Pflegemöglichkeiten können dazu führen, dass Zähne...
Urlaub bedeutet Erholung, neue Eindrücke und oft auch eine kleine Auszeit vom Alltag. Doch gerade unterwegs geraten gewohnte Routinen schnell durcheinander – auch bei der Mundhygiene. Andere Essgewohnheiten, lange Anreisen, ungewohnte Lebensmittel oder eingeschränkte Pflegemöglichkeiten können dazu führen, dass Zähne und Zahnfleisch stärker belastet werden. Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich viele Zahnprobleme im Urlaub vermeiden.
Vor der Reise: Kontrolltermin einplanen
Wer bereits vor dem Urlaub leichte Zahnschmerzen, empfindliche Zähne oder Zahnfleischbluten bemerkt, sollte nicht bis nach der Reise warten. Ein zahnärztlicher Kontrolltermin vor dem Urlaub kann helfen, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Kleine Defekte an Füllungen, beginnende Entzündungen oder undichte Kronen machen sich oft erst dann richtig bemerkbar, wenn man gerade weit weg von der vertrauten Zahnarztpraxis ist.
Besonders sinnvoll ist eine Kontrolle vor längeren Reisen, Flugreisen oder Aufenthalten in Ländern, in denen die zahnärztliche Versorgung schwerer erreichbar sein könnte. Ebenfalls kann eine professionelle Zahnreinigung vor dem Urlaub hilfreich sein, da dabei bakterielle Beläge entfernt werden, die Zahnfleischentzündungen begünstigen können.
Die richtige Zahnpflege für unterwegs
Auch auf Reisen sollte die Zahnpflege möglichst konsequent bleiben. Idealerweise werden die Zähne zweimal täglich gründlich mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt. Fluorid unterstützt die Remineralisation des Zahnschmelzes und kann helfen, Karies vorzubeugen.
Für die Kultur- oder Reisetasche eignen sich:
- Zahnbürste oder elektrische Reisezahnbürste,
- fluoridhaltige Zahnpasta,
- Zahnseide oder Interdentalbürstchen,
- zuckerfreier Kaugummi für unterwegs,
- kleine Mundspüllösung, falls empfohlen,
- Aufbewahrungsbox für Zahnersatz oder Schienen.
Wichtig: Die Zahnbürste sollte nach dem Putzen gut trocknen können. In geschlossenen Reiseetuis bleibt sie oft feucht, wodurch sich Keime leichter vermehren können. Daher das Etui möglichst nur für den Transport nutzen.
Vorsicht bei Snacks, Softdrinks und Eis
Im Urlaub wird häufiger zwischendurch gegessen oder getrunken. Süße Snacks, Softdrinks, Cocktails, Fruchtsäfte und Eis können die Zähne jedoch belasten. Zucker dient kariesfördernden Bakterien als Nahrung, während Säuren den Zahnschmelz vorübergehend aufweichen können. Das bedeutet nicht, dass Genuss verboten ist – entscheidend ist der bewusste Umgang.
Besser ist es, Süßes eher direkt nach einer Hauptmahlzeit zu essen, statt über den ganzen Tag verteilt immer wieder kleine Portionen zu naschen. Nach säurehaltigen Getränken oder Obst sollte man nicht sofort die Zähne putzen, sondern etwa 30 Minuten warten. Wasser trinken hilft, Säuren zu verdünnen und Speisereste wegzuspülen.
Was tun bei Zahnproblemen im Urlaub?
Leichte Beschwerden lassen sich manchmal kurzfristig lindern, ersetzen aber keine zahnärztliche Abklärung. Bei anhaltenden Zahnschmerzen, Schwellungen, Fieber, starken Blutungen oder einem abgebrochenen Zahn sollte möglichst zeitnah eine Zahnarztpraxis vor Ort aufgesucht werden.
Gute Vorbereitung schützt die Urlaubsfreude
Eine gute Mundhygiene, ein kurzer Zahncheck vor der Reise und ein bewusstes Ess- und Trinkverhalten können viel dazu beitragen, Zahnprobleme im Urlaub zu vermeiden. So bleiben nicht nur die schönsten Urlaubserinnerungen erhalten, sondern auch ein gesundes Lächeln.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Ach, daher kommt das …
Manche körperlichen Phänomene klingen kurios. Im Volksmund tragen sie Namen wie aus dem Märchen oder erinnern ans Tierreich. Woher stammen diese Bezeichnungen – und was steckt dahinter? Krähenfüße Ja, die feinen Falten an den äußeren Augenwinkeln sehen tatsächlich aus wie...
Manche körperlichen Phänomene klingen kurios. Im Volksmund tragen sie Namen wie aus dem Märchen oder erinnern ans Tierreich. Woher stammen diese Bezeichnungen – und was steckt dahinter?
Krähenfüße
Ja, die feinen Falten an den äußeren Augenwinkeln sehen tatsächlich aus wie zarte Abdrücke von Vogelkrallen. Sie entstehen durch unsere Mimik: Wenn wir lächeln, grinsen oder herzhaft lachen, ziehen sich die Augenmuskeln zusammen und lassen für einen Moment „Sehschlitze“ entstehen. Mit den Jahren vertiefen sich die strahlenförmigen Falten, weil die ohnehin dünne Haut rings um die Augen trockener wird und an Elastizität verliert. Was zunächst nur beim Lachen sichtbar ist, bleibt später auch im entspannten Zustand bestehen.
Krähenfüße im Gesicht sind zum Glück kein Grund zur Sorge – im Gegenteil: Sie verraten etwas über unser Naturell: Offenbar hatten wir schon viel Spaß im Leben.
Wer diese sympathischen Fältchen etwas mildern möchte, setzt auf reichhaltige Pflege: Naturkosmetische Augencremes und -seren mit Aloe vera oder Hyaluronsäure schenken Feuchtigkeit. Hochwertige Pflanzenöle etwa aus Wildrose, Olive oder Sesam wirken rückfettend und haben einen Anti-Aging-Effekt – für ein faltenfreieres Lachen.
Hühneraugen
Kleine, runde Verhornungen und in der Mitte bildet sich ein glasiger Kern. Die Ähnlichkeit mit dem Auge eines Hühnervogels ist verblüffend. Doch was so harmlos klingt, kann sehr schmerzhaft sein. Diese Schwielen auf den Zehen, medizinisch Clavus genannt, entstehen durch Druck und/oder Reibung. Zu enge oder auch schlechtsitzende Schuhe sind meist die Ursache – weg mit solchen Tretern. Schlüpfen Sie lieber in weite, luftige Sandalen und gehen Sie zu Ihrer Vor-Ort-Apotheke. Dort bekommen Sie salicylhaltige Tinkturen, die helfen sollen, die Verhärtungen aufzulösen. Speziell gepolsterte Hühneraugenpflaster haben einen Salbenkern, lindern den Druckschmerz sofort und nach wenigen Tagen können Sie die Hornstellen entfernen.
Hexenschuss
Hex, hex? Im Mittelalter vermuteten die Menschen, dieser blitzartige Stich im unteren Rücken sei durch den Pfeil einer Hexe verursacht. Wer unter Schmerz mit einem Buckel ging – wie eine Hexe – musste Opfer eines bösen Zaubers geworden sein. Heute wissen wir natürlich: Mit Magie hat „Lumbago“, wie Mediziner sagen, nichts zu tun. Vielmehr nehmen uns die Wirbel abrupte Bewegungen krumm – im wahrsten Sinn des Wortes. Sie verdrehen sich und klemmen die Bandscheiben ein. Dabei verspannen sich die Muskeln unter Umständen so hart, dass wir nicht mehr gerade stehen können. Wärme ist das Mittel der Wahl, um diese Verkrampfung zu lösen. Ein Bad mit Zusätzen aus Arnika und Beinwell ist eine Wohltat. Alternativ legen Sie sich einen Thermo-Umschlag mit Capsaicin aus der Pfefferschote oder mit selbsterwärmendem Eisenoxid auf die schmerzende Stelle. Im Yoga gibt es eine Position, die sanfte Linderung bei einem Hexenschuss verspricht: In Rückenlage die Beine auf einen Stuhl legen, sodass Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden. Tief ein- und ausatmen.
Storchenbiss
Was für eine nette Geschichte: Diese rote, scharf umrandete Hautstelle im Nacken eines Neugeborenen soll der Beweis dafür sein, dass der Klapperstorch Ihnen Ihr Baby gebracht hat. Natürlich ein Mythos! Denn diese Art Feuermal (Naevus flammeus) entsteht in Wirklichkeit durch eine Erweiterung kleinster Blutgefäße. Dahinter steckt nur eine kleine Funktionsstörung, die sich in der Regel von ganz allein reguliert. Innerhalb der ersten Lebensjahre verblassen „Storchenbisse“ meist vollständig – ganz ohne Behandlung. Befindet sich diese rote Zeichnung auf einem Augenlid, sagt der Volksmund dazu übrigens auch „Engelskuss“.
Orangenhaut
Der Begriff ist seit den 1960er-Jahren geläufig und wurde geschaffen, um dieses Hautbild anschaulich zu beschreiben. Denn die Dellenbildung durch Fettzellen, die gegen das gitterartige Bindegewebe stoßen, hat Ähnlichkeit mit einer noppigen Orangenschale. Cellulite, wie der Mediziner sagt, betrifft fast 80 Prozent aller Frauen. Genetische Gründe tragen dazu bei, aber auch andere Faktoren. Rauchen, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung können Orangenhaut verstärken. Mit Muskelaufbau lässt sich in gewissem Maß gegensteuern. Eine straffere Haut an Oberschenkeln und Gesäß versprechen auch viele Pflegeprodukte. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe: Birkenextrakte sollen neue Spannkraft verleihen und helfen, überschüssige Flüssigkeitsansammlungen abzutransportieren. Auch Weizenkeim und Schachtelhalm sagt man einen Straffeffekt nach. Hochwertige Anti-Cellulite-Öle aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke dienen der Unterstützung nach durchblutungsfördernden Zupfmassagen und Wechselduschen.
Schnappfinger
Der Name beschreibt, was der Finger tut: Er bleibt beim Beugen stecken und springt ruckartig in die ausgestreckte Position. Vielfach ist dabei sogar ein schnappendes oder schnalzendes Geräusch zu hören. Ursache ist eine entzündliche Verdickung der Sehne, bedingt durch Verschleiß. Ein Schnappfinger, fachlich Tendovaginitis stenosans genannt, ist schmerzhaft und betrifft meist Frauen über 50. Begleitet ist diese Erkrankung häufig von Gicht, rheumatoider Arthritis oder Diabetes. Ärzte empfehlen Schonung und behandeln oft mit einer Schiene zur Ruhigstellung, manchmal mit einer OP.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Cool bleiben im Job
Hitzeschübe, Reizbarkeit, Erschöpfung – oft funken die typischen Beschwerden im Berufsleben mächtig dazwischen. Wie Frauen mit den Wechseljahren besser klarkommen und was Arbeitgeber dazu beitragen können. Mitten im Meeting wieder so eine fiese Hitzeattacke, die Bluse klebt schweißnass auf der...
Hitzeschübe, Reizbarkeit, Erschöpfung – oft funken die typischen Beschwerden im Berufsleben mächtig dazwischen. Wie Frauen mit den Wechseljahren besser klarkommen und was Arbeitgeber dazu beitragen können.
Mitten im Meeting wieder so eine fiese Hitzeattacke, die Bluse klebt schweißnass auf der Haut und nach einer schlaflosen Nacht liegen die Nerven sowieso blank … . Rund 70 Prozent der berufstätigen Frauen in den Wechseljahren fühlen sich im Job massiv beeinträchtigt, so zeigt es die deutschlandweite Online-Umfrage MenoSupport. Dabei könnten sie gerade jetzt (nochmal) richtig durchstarten – viele sind gut ausgebildet, berufserfahren und unabhängig, weil die Kinder eigene Wege gehen. Überdies werden Fachkräfte dringend gesucht. Ideale Bedingungen, theoretisch jedenfalls.
Rückzug statt Neustart
In der Praxis sieht es bei den knapp 5,5 Millionen betroffenen Frauen allerdings so aus: Etwa ein Viertel reduziert die Arbeitsstunden aufgrund von Wechseljahresproblemen, jede fünfte Frau ab 55 Jahren geht deswegen vorzeitig in Ruhestand. Ein Drittel ist aufgrund der Beschwerden schon mal krank geschrieben gewesen und/oder hat unbezahlten Urlaub genommen. Der wirtschaftliche Schaden durch den Rückzug aus dem Arbeitsleben wird in Deutschland auf 9,4 Milliarden Euro geschätzt.
Raus aus der Tabuzone
Laut MenoSupport leiden berufstätige Frauen in erster Linie an Erschöpfung, gefolgt von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Hitzeschüben. Im Job sind Wechseljahre und damit verbundene Probleme allerdings ein Tabuthema, geben 52,3 Prozent der Frauen an. Dabei wäre ein offener Umgang der erste Schritt zur Lösung: Er sensibilisiert Arbeitgeber und Kollegen für diese Phase, die immerhin zehn bis 15 Jahre andauern kann. Auch kann/sollte er dazu führen, die Arbeitsbedingungen und -atmosphäre frauenfreundlicher zu gestalten.
Sichere Orte am Arbeitsplatz
Neben mehr Verständnis und Rücksichtnahme kommt es auf konkrete Maßnahmen an. Dazu gehören klimatisierte Räume, großzügige, mit Toilettenartikeln ausgestattete sanitäre Anlagen und Rückzugsmöglichkeiten. Sogenannte „Safe Spaces“ sind sichere Orte, an denen sich Frauen in Ruhe frisch machen, Wäsche wechseln und auch mal entspannen und auftanken können.
Flexible Zeiten & Homeoffice
Was sich Betroffene laut MenoSupport-Umfrage außerdem wünschen und erhoffen: Ganz oben auf der Liste stehen flexiblere Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Regeln. Weiterhin kommen Entspannungskurse (Yoga, Autogenes Training) und Ernährungsberatung gut an, etwa im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Letztlich wünschen sich Frauen geschulte Betriebsärzte oder Ansprechpersonen, etwa Wechseljahresbeauftragte (gibt’s in einigen Betrieben bereits). Sie können Anlaufstelle sein und in persönlichen Gesundheitsfragen beraten. Denn obwohl sich die Kompetenz niedergelassener Frauenärzte in puncto Wechseljahre verbessert hat, nehmen viele die Beschwerden immer noch nicht ernst. Dabei kann die Medizin – von pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke bis zur individuell abgestimmten Hormontherapie – helfen, diese Phase cool zu meistern, auch im Job!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Belastungsinkontinenz: Was hilft?
Ein kurzer Huster, ein kräftiges Lachen, Treppensteigen oder Sport – und plötzlich geht ungewollt Urin verloren. Viele Betroffene kennen diese Situation, sprechen aber aus Scham nicht darüber. Dabei ist die sogenannte Belastungsinkontinenz ein häufiges urologisches Thema und in vielen Fällen...
Ein kurzer Huster, ein kräftiges Lachen, Treppensteigen oder Sport – und plötzlich geht ungewollt Urin verloren. Viele Betroffene kennen diese Situation, sprechen aber aus Scham nicht darüber. Dabei ist die sogenannte Belastungsinkontinenz ein häufiges urologisches Thema und in vielen Fällen gut behandelbar.
Was ist Belastungsinkontinenz?
Bei einer Belastungsinkontinenz kommt es zu Urinverlust, wenn der Druck im Bauchraum steigt. Das passiert zum Beispiel beim Niesen, Husten, Lachen, Heben schwerer Gegenstände oder bei körperlicher Aktivität. Anders als bei der Dranginkontinenz steht meist kein plötzlich starker Harndrang im Vordergrund. Ursache ist häufig, dass der Verschlussmechanismus der Harnröhre und/oder die Beckenbodenmuskulatur dem Druck nicht ausreichend standhalten können.
Frauen sind besonders häufig betroffen, etwa nach Schwangerschaften, Geburten, hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren oder bei einer Bindegewebsschwäche. Auch Männer können eine Belastungsinkontinenz entwickeln, zum Beispiel nach Eingriffen an der Prostata.
Typische Auslöser und Risikofaktoren
Belastungsinkontinenz kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:
- geschwächter Beckenboden,
- Schwangerschaft und Geburt,
- hormonelle Veränderungen,
- Übergewicht,
- chronischer Husten,
- schwere körperliche Belastung,
- Operationen im Beckenbereich oder an der Prostata.
Warum eine Abklärung sinnvoll ist
Auch wenn Belastungsinkontinenz häufig vorkommt, sollte sie nicht einfach hingenommen werden. In der urologischen Praxis kann geklärt werden, welche Form der Inkontinenz vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist. Dazu gehören in der Regel ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung, eine Urinuntersuchung und bei Bedarf weitere diagnostische Schritte.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Häufig beginnt die Behandlung mit konservativen Maßnahmen. Dazu zählen gezieltes Beckenbodentraining, physiotherapeutische Anleitung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht sowie Anpassungen im Alltag. Wichtig ist: Beckenbodentraining wirkt am besten, wenn es korrekt erlernt und regelmäßig durchgeführt wird.
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, können weitere Therapien infrage kommen. Dazu gehören je nach Befund Hilfsmittel, medikamentöse Ansätze oder operative Verfahren. Welche Möglichkeit geeignet ist, wird individuell besprochen.
Nicht abfinden – ansprechen lohnt sich
Belastungsinkontinenz ist kein persönliches Versagen und kein Thema, das man verschweigen muss. Wer Beschwerden frühzeitig anspricht, kann Lebensqualität zurückgewinnen und passende Unterstützung erhalten. Eine urologische Abklärung ist daher ein wichtiger erster Schritt.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Wann zur Augen-Vorsorgeuntersuchung?
Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwickeln sich jedoch schleichend und verursachen anfangs keine Beschwerden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird. Vorsorge beginnt schon im...
Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwickeln sich jedoch schleichend und verursachen anfangs keine Beschwerden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird.
Vorsorge beginnt schon im Kindesalter
Bei Kindern geht es vor allem darum, Sehschwächen oder Schielen früh zu erkennen. Bleiben solche Probleme unbehandelt, kann sich eine sogenannte Amblyopie entwickeln – eine Sehschwäche, bei der ein Auge nicht richtig sehen lernt. Denn je früher Sehprobleme behandelt werden, desto besser sind die Chancen für eine normale Sehentwicklung. Bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel familiären Augenerkrankungen oder Frühgeburt, kann eine augenärztliche Untersuchung bereits im Säuglingsalter sinnvoll sein. Für alle Kinder wird eine Kontrolle im Kleinkindalter empfohlen.
Ab 40 Jahren: Glaukom und Sehfähigkeit im Blick behalten
Ab etwa dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen, besonders für den Grünen Star, auch Glaukom genannt. Dabei kann der Sehnerv geschädigt werden, ohne dass Betroffene es zunächst bemerken. Wichtig ist: Eine reine Augeninnendruckmessung reicht für eine vollständige Glaukom-Vorsorge nicht aus. Entscheidend ist immer auch die Beurteilung des Sehnervs.
Auch für Verkehrsteilnehmer kann ein Augenarzt-Check ab 40 sinnvoll sein, da sich Sehschärfe, Kontrastsehen oder Blendempfindlichkeit verändern können.
Risikofaktoren: Wer früher oder häufiger gehen sollte
Frühere oder engmaschigere Kontrollen sind sinnvoll bei:
- Diabetes mellitus,
- Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen,
- familiärer Vorbelastung für Glaukom oder Netzhauterkrankungen,
- stärkerer Kurzsichtigkeit,
- langfristiger Einnahme bestimmter Medikamente, etwa Kortison,
- bereits bekannten Augenerkrankungen.
Bei Diabetes sind regelmäßige Netzhautkontrollen besonders wichtig, da diabetische Veränderungen lange unbemerkt bleiben können. Bei stärkerer Kurzsichtigkeit kann außerdem eine Netzhautuntersuchung sinnvoll sein, um Risiken wie Netzhautlöcher oder Netzhautablösungen frühzeitig zu erkennen.
Ab 60 Jahren: Netzhaut und Makula kontrollieren
Ab etwa dem 60. Lebensjahr rücken altersbedingte Erkrankungen wie die Makuladegeneration stärker in den Fokus. Sie kann das zentrale Sehen beeinträchtigen und sollte früh erkannt werden.
Bei Beschwerden nicht abwarten
Plötzliche Sehverschlechterung, Lichtblitze, Schatten im Gesichtsfeld, verzerrtes Sehen, Doppelbilder oder starke Augenschmerzen sollten zeitnah augenärztlich abgeklärt werden. Vorsorge ersetzt keine Garantie für dauerhaft gutes Sehen. Sie kann aber helfen, Erkrankungen früher zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Sonnenschutz für Kinder
Schatten, Shirt oder Sonnencreme – was schützt Kinder im Sommer am besten? Hier erfährst du, warum es auf die richtige Kombination ankommt, was der UV-Index verrät und weshalb Babys besonderen Schutz brauchen. Sonne auf der Nase, Sand an den Füßen,...
Schatten, Shirt oder Sonnencreme – was schützt Kinder im Sommer am besten? Hier erfährst du, warum es auf die richtige Kombination ankommt, was der UV-Index verrät und weshalb Babys besonderen Schutz brauchen.
Sonne auf der Nase, Sand an den Füßen, Wasser in Sichtweite – für Kinder klingt das nach perfekten Ferien. Gleichzeitig fordert die Sonne ihre Haut ganz schön heraus. Sie ist dünner und empfindlicher als bei Erwachsenen und reagiert schneller auf UV-Strahlen. Vor allem Sonnenbrände sollen in Kindheit und Jugend möglichst nie passieren. Die Haut vergisst nichts und zu viel UV-Strahlung in jungen Jahren erhöht das Risiko für spätere Schäden.
Schatten sticht Sonne
Die wichtigste Regel klingt unspektakulär, wirkt aber am besten: Schatten schlägt Sonnencreme. Gerade Babys sollen gar nicht erst in die direkte Sonne. Im ersten Lebensjahr stehen Sonnenschirm, luftige Kleidung, ein Hut mit Nackenschutz und ein geschützter Platz im Vordergrund. Sonnencreme ersetzt Kleidung und Schatten nicht.
Cappy, Creme, clever kombiniert
Auch bei größeren Kindern bleiben Sonnenschutzmittel Teamplayer, nicht Solokünstler. Ein T-Shirt, ein Hut oder Cappy, Pausen im Schatten und Sonnenschutz zum Auftragen ergänzen sich ideal. Ob als Milch, Lotion oder Spray – sie schützen alle Stellen, die frei bleiben, und gehören deshalb unbedingt dazu. Für Kinder eignen sich Produkte mit hohem Lichtschutzfaktor sowie Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen, mindestens LSF 30. Im Hochsommer, am Meer, im Gebirge oder am Wasser darf es ruhig mehr sein. Denn genau dort legt die Sonne oft einen Zahn zu. Sand, Wasser und Höhe verstärken die UV-Strahlung zusätzlich.
Ab jetzt wird’s ernst
Ein guter Orientierungspunkt ist der UV-Index. Schon ab einem Wert von 3 lohnt sich Sonnenschutz. Steigt der Wert hoch an, sind längere Aufenthalte in der Sonne keine gute Idee mehr. Gerade rund um die Mittagszeit ist die Strahlung besonders intensiv – jetzt tut eine Pause im Schatten gut. Auch wenn Wolken den Himmel bedecken, bleibt die UV-Strahlung aktiv. Die Haut bekommt also mehr ab, als viele vermuten.
Leicht zu vergessen und doch wichtig: Auch Kinderaugen brauchen Schutz. Eine Sonnenbrille mit gutem UV-Filter gehört deshalb ins Feriengepäck. So bleibt vom Sommertag genau das hängen, was hängen bleiben soll: Eisflecken am T-Shirt, Sand an den Füßen und gute Laune – aber bitte kein Sonnenbrand.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Pickel-Alarm? Hautpflege bei Akne
Unreine Haut ist bei Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem Akne kann belastend sein – körperlich und seelisch. Die gute Nachricht: Es gibt Wege, um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. An manchen Tagen wird jeder Blick in den Spiegel...
Unreine Haut ist bei Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem Akne kann belastend sein – körperlich und seelisch. Die gute Nachricht: Es gibt Wege, um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
An manchen Tagen wird jeder Blick in den Spiegel zur Mutprobe. Und garantiert sprießen die Pickel wieder genau dann, wenn man sie am allerwenigsten gebrauchen kann! Ob Termin fürs Klassenfoto, Vorstellungsgespräch fürs Praktikum oder gar das erste Date – Akne verdirbt einfach alles. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass kaum jemand von den lästigen Pickeln verschont bleibt: Etwa 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen bekommen irgendwann in der Pubertät Akne. Und das ist viel mehr als nur ein Hautproblem. Die Pickel belasten auch das Selbstbewusstsein, die Seele leidet.
Warum Pickel entstehen
In der Pubertät stellen die Hormone vieles auf den Kopf – auch die Haut. Androgene kurbeln die Talgdrüsen an, mehr Hautfett zu produzieren. Wenn dieses Fett zusammen mit verhornten Hautzellen die Poren verstopft, entstehen Mitesser. Entzünden sich diese, entwickeln sich Pickel oder Pusteln. Besonders betroffen sind Gesicht, Rücken, Brust und Schultern.
Akne ist nicht gleich Akne
Hautärzte unterscheiden verschiedene Formen der Akne. Bei der leichten, nicht entzündlichen Form bilden sich weiße (geschlossene) oder schwarze (offene) Mitesser. Die Verfärbung liegt übrigens nicht an Schmutz – Akne hat rein gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun – sondern am Hautfarbstoff Melanin, der sich mit dem Sauerstoff in der Luft verbindet. Mittelschwere Akne macht sich mit deutlich mehr Pickeln bemerkbar, stärker entzündete Knötchen werden als Papeln oder Pusteln mit Eiteransammlung bezeichnet. Bei schweren Formen zeigen sich sehr viele Papeln und Pusteln sowie größere Knoten; nach dem Abheilen bleiben häufig Aknenarben zurück.
Hilfe zur Selbsthilfe
Eine konsequente Hautpflege ist der erste Schritt im Kampf gegen Akne. Lauwarmes Wasser und milde, seifenfreie Produkte mit einem pH-Wert von 5,5 reinigen die Haut sanft. Zur Pflege eignen sich fettfreie, feuchtigkeitsspendende Gele und Lotionen. Am besten lässt du dich in deiner Apotheke vor Ort zu Pflegeserien und Make-up beraten. Wichtig in puncto Pflege ist der Sonnenschutz – auch hier am besten fettfreie Produkte wählen. Aus der Apotheke der Natur kann verdünntes Teebaumöl helfen (ein Tropfen auf einen Teelöffel Wasser), das auf betroffene Stellen aufgetupft wird. Kamillen-Dampfbäder und Heilerde-Masken wirken hautberuhigend. Auch wenn es schwerfällt – Pickel nicht ausdrücken, das verschlimmert Entzündungen und fördert Narben. Überlasse dies unbedingt Fachleuten, die im medizinischen Kosmetikstudio oder der Hautarztpraxis eine sogenannte Aknetoilette durchführen können.
Medizinische Unterstützung
Schwere Akne ist ein Fall für Dermatologen. Sie können unter anderem mit verschreibungspflichtigen Cremes, die beispielsweise Retinoide enthalten, und Antibiotika helfen. Junge Frauen profitieren manchmal von der Einnahme eines bestimmten Antibabypillen-Präparats. Gut zu wissen: Die Erfolge solcher Behandlungen werden oft erst nach einigen Wochen oder Monaten sichtbar. Dranbleiben lohnt sich also!
Was sonst noch nutzt
Auch wenn Akne nicht allein ernährungsbedingt ist, solltest du deine Essgewohnheiten überprüfen. So können zuckerreiche Lebensmittel und Fast Food die Talgproduktion anregen. Milchprodukte zu reduzieren, kann ebenfalls einen Versuch wert sein. Bevorzuge reichlich frisches Gemüse und Obst und trinke etwa zwei Liter Wasser täglich. Ob zwischen Rauchen und Akne ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar – den Glimmstängel endgültig auszudrücken, ist aber immer ein Vorteil für die Gesundheit.
Fazit: Mit konsequenter Pflege, professioneller Hilfe und ein wenig Geduld kann sich das Hautbild deutlich bessern – für einen wieder selbstbewussten Blick in den Spiegel.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Warum schlechter Schlaf den Zahnhalteapparat schädigen kann
Guter Schlaf ist wichtig für Konzentration, Erholung und das allgemeine Wohlbefinden. Weniger bekannt ist: Auch Zahnfleisch und Zahnhalteapparat können unter dauerhaft schlechtem Schlaf leiden. Der Zahnhalteapparat (Parodontium) besteht aus Zahnfleisch, Kieferknochen, Wurzelhaut und weiteren Strukturen, die den Zahn fest im...
Guter Schlaf ist wichtig für Konzentration, Erholung und das allgemeine Wohlbefinden. Weniger bekannt ist: Auch Zahnfleisch und Zahnhalteapparat können unter dauerhaft schlechtem Schlaf leiden.
Der Zahnhalteapparat (Parodontium) besteht aus Zahnfleisch, Kieferknochen, Wurzelhaut und weiteren Strukturen, die den Zahn fest im Kiefer verankern. Wird dieses empfindliche System regelmäßig belastet, kann das Entzündungen begünstigen und bestehende Beschwerden verstärken.
Schlaf und Immunsystem: Warum Erholung auch das Zahnfleisch schützt
Während des Schlafs laufen im Körper wichtige Reparatur- und Regenerationsprozesse ab. Das Immunsystem nutzt diese Ruhephase, um Entzündungen zu regulieren und Krankheitserreger besser abzuwehren. Bei chronischem Schlafmangel kann die körpereigene Abwehr beeinträchtigt sein. Dadurch können entzündliche Prozesse im Zahnfleisch leichter entstehen oder länger bestehen bleiben.
Besonders relevant ist das bei einer Parodontitis, einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie wird durch bakterielle Beläge ausgelöst, ihr Verlauf wird jedoch auch von der individuellen Abwehr- und Entzündungsreaktion des Körpers beeinflusst. Dauerhafter Stress und schlechte Erholung können dieses Gleichgewicht stören und Beschwerden wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang oder Zahnlockerungen begünstigen.
Bruxismus: Wenn die Zähne nachts unter Druck geraten
Viele Menschen pressen oder knirschen im Schlaf mit den Zähnen, ohne es zu bemerken. Dieser sogenannte Bruxismus kann durch Stress, innere Anspannung oder Schlafstörungen verstärkt werden. Dabei wirken enorme Kräfte auf Zähne, Kaumuskulatur und Zahnhalteapparat.
Mögliche Hinweise auf nächtliches Knirschen oder Pressen sind:
- verspannte Kaumuskeln am Morgen,
- Kopfschmerzen oder Kiefergelenksbeschwerden,
- abgeschliffene Zahnflächen,
- empfindliche Zähne,
- Druckgefühl an einzelnen Zähnen.
Für den Zahnhalteapparat bedeutet Bruxismus eine dauerhafte mechanische Belastung. Ist er bereits durch eine Parodontitis geschwächt, können starke Kaukräfte durch Pressen oder Knirschen die betroffenen Zähne zusätzlich belasten und bestehende parodontale Probleme verstärken.
Mundtrockenheit: Weniger Speichel, mehr Risiko
Schlechter Schlaf kann mit Mundatmung einhergehen, zum Beispiel bei Schnarchen, verstopfter Nase oder schlafbezogenen Atmungsstörungen. Wer nachts überwiegend durch den Mund atmet, trocknet die Mundschleimhaut stärker aus. Auch bestimmte Medikamente oder zu wenig Flüssigkeit können Mundtrockenheit verstärken.
Speichel ist jedoch ein wichtiger Schutzfaktor. Er spült Speisereste und Bakterien weg, neutralisiert Säuren und unterstützt die natürliche Balance der Mundflora. Fehlt dieser Schutz über viele Stunden, können bakterielle Beläge leichter entstehen. Das erhöht das Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch.
Atmungsprobleme im Schlaf ernst nehmen
Schnarchen, Atemaussetzer oder das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein, sollten nicht einfach hingenommen werden. Schlafbezogene Atmungsstörungen können den gesamten Körper belasten. Sie stehen häufig mit Sauerstoffmangel, erhöhtem Stressniveau und nächtlicher Mundatmung in Verbindung – alles Faktoren, die auch die Mundgesundheit beeinflussen können.
Bei Verdacht auf Schlafapnoe oder wiederkehrende Atemaussetzer sollte zusätzlich eine ärztliche oder schlafmedizinische Abklärung erfolgen.
Was Patientinnen und Patienten tun können
Wer schlecht schläft und gleichzeitig Zahnfleischbluten, lockere Zähne, häufige Mundtrockenheit oder Kieferbeschwerden bemerkt, sollte dies zahnärztlich abklären lassen. Eine Untersuchung kann zeigen, ob der Zahnhalteapparat bereits belastet ist. Je nach Ursache können eine Parodontitisbehandlung, eine Knirscherschiene, Tipps zur Mundhygiene oder die Abklärung von Schlaf- und Atemproblemen sinnvoll sein.
Gesunder Schlaf ersetzt keine Zahnpflege, aber er kann ein wichtiger Baustein sein, damit Zahnfleisch und Zahnhalteapparat stabil bleiben.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Linke Hände – 5 Mythen
Was haben Berühmtheiten wie Julia Roberts, Barack Obama und Henry Maske gemeinsam? Sie sind Linkshänder. Doch gelten sie deshalb als intelligenter, kreativer oder sportlicher als Rechtshänder? Über »Lefties« kursieren allerhand Mythen. Was davon ist wahr und was ist falsch? Mythos...
Was haben Berühmtheiten wie Julia Roberts, Barack Obama und Henry Maske gemeinsam? Sie sind Linkshänder. Doch gelten sie deshalb als intelligenter, kreativer oder sportlicher als Rechtshänder? Über »Lefties« kursieren allerhand Mythen. Was davon ist wahr und was ist falsch?
Mythos 1
Linkshänder sind künstlerisch begabt.
Die Behauptung hält sich wacker. Schließlich wird sie gestützt durch große Namen wie Mozart, Picasso oder auch Jimi Hendrix und Karl Lagerfeld – allesamt Linkshänder und herausragend kreative Köpfe.
Noch dazu geht die Wissenschaft davon aus, dass bei Sinistralität, so der Fachbegriff für Linkshändigkeit, die rechte Hirnhälfte dominiert. Sie steht unter anderem für Kreativität und Empathie. Ist die linke Hand aktiv, kommt unser bildhaftes Denken in Schwung. Daher sagt man Linkshändern mehr Fantasie und Feingefühl nach. Rechtshänder hingegen, bei denen die linke Hemisphäre stärker ausgeprägt ist, gelten als Analytiker, die praktisch an die Sachen herangehen.
Nichtsdestotrotz ist die Präferenz für die linke Hand keine Garantie für künstlerische Begabung – dafür spielen durchaus mehr Faktoren eine Rolle.
Mythos 2
Linkshänder haben einen höheren IQ.
Albert Einstein, Issac Newton und Leonardo da Vinci – als Geistesgrößen sind sie in die Geschichte eingegangen. Und sie schrieben ihre Werke mit links. Zufall? Ja, meint einer der weltweit bekanntesten Händigkeitsforscher Chris McManus vom University College London. Bei 11.000 untersuchten Links- und Rechtshändern war der durchschnittliche Intelligenzquotient nahezu identisch – auf den ersten Blick. Denn sobald er seinen Fokus auf die Extreme warf, stellte sich heraus, dass es sowohl bei den Hochbegabten als auch bei Leistungsschwachen auffallend viele Linkshänder gab. Übrigens war auch der Serienmörder Jack the Ripper ein Linkstäter. Die Bandbreite scheint also groß zu sein.
Mythos 3
Linkshänder sind tolpatschig.
Nicht unbedingt. Trotzdem seien sie überproportional in Unfälle verwickelt. Warum? Das erklärt der Biopsychologe und Co-Autor der Linkshänder-Studie an der MSH Medical School Hamburg, Sebastian Ocklenburg, so: »Unsere Welt ist auf Rechtshänder ausgerichtet, insbesondere bei Maschinen, Apparaturen und Arbeitsgeräten. Alarmknöpfe in der Industrie sind häufig rechts platziert.«
Und dass sich linkshändige Kinder schwertun, haptische Fertigkeiten wie Stricken, Häkeln, Schleifebinden zu lernen, liegt nicht daran, dass sie sprichwörtlich zwei linke Hände haben. Sondern: Ihre »Lehrer« sind meistens Rechtshänder. Zum Basteln sollten Eltern ihren kleinen »Lefties« eine Linkshänderschere besorgen. Glücklicherweise hat sich inzwischen ein Markt dafür entwickelt. Sogenannte Linkshänderläden bieten Menschen, die alles mit links machen, eine ganze Reihe an Alltagshelfern an. Vom Dosenöffner, Füller bis zur PC-Maus gibt es kaum noch einen Gegenstand, der nicht auf links gedreht wurde.
Mythos 4
Linkshänder sind die besseren Sportler.
Nein, das muss nicht sein. Aber sie haben gewisse Vorteile. Denn welcher rechtshändige Gegner rechnet schon mit einem Schlag von links? Diesen Überraschungseffekt können sich Linkshänder zunutze machen. Bestes Beispiel: Timo Boll, mehrfacher Olympia- und Europameister im Tischtennis. Kaum jemand konnte seine linke Rückhand kontern.
Mythos 5
Linkshändigkeit liegt in den Genen.
Das stimmt. Ein spezielles Gen dafür gibt es zwar nicht, doch Linkshändigkeit ist angeboren und vererbbar – und zwar zu mehr als 25 Prozent. Interessant ist, dass laut Studien auch andere Faktoren eine Rolle spielen, etwa die Jahreszeit, in die wir hineingeboren werden. Manche Wissenschaftler vermuten sogar einen Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht und dem Geschlecht. Demnach sollen leichte Babys und vorrangig Jungs, die im Winter Geburtstag haben, die Neigung zur Sinistralität haben.
Mit etwa zehn Prozent sind Linkshänder zwar gesellschaftlich in der Unterzahl, doch längst keine »Linkischen« mehr. Die erzwungene Umschulung zur Rechtshändigkeit ist seit den 1990er-Jahren zum Glück vorbei und gilt heute juristisch gesehen als Körperverletzung.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Aromatherapie in der Pflege
Ob zur Steigerung des Wohlbefindens oder zur Linderung von Erkrankungen – die Aromatherapie bietet ein enormes Wirkspektrum und hat sich auch in Kliniken, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen bewährt. Inwiefern? Wer hat nicht schon erlebt, wie der zarte Duft von Rosen so...
Ob zur Steigerung des Wohlbefindens oder zur Linderung von Erkrankungen – die Aromatherapie bietet ein enormes Wirkspektrum und hat sich auch in Kliniken, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen bewährt. Inwiefern?
Wer hat nicht schon erlebt, wie der zarte Duft von Rosen so herrlich beruhigend wirkt oder ein Hauch von Vanille unser Herz berührt? Düfte gelangen direkt ins Gehirn und wirken dort im limbischen System, dem Zentrum für Emotionen und Erinnerungen. Sie beeinflussen die Bildung von Serotonin und anderen Glückshormonen. Dies ist wissenschaftlich erwiesen, und die Aromatherapie auf Basis ätherischer Öle fristet längst kein Nischendasein mehr. Neu ist allerdings der Einsatz dieser Düfte in Kliniken, Heimen und Hospizen.
Wohlriechende Begleiter
Werden ätherische Öle, also hochkonzentrierte Duftstoffe aus Pflanzenteilen, in der Pflege genutzt, sprechen wir von Aromapflege. Anders als eine Aromatherapie, die nur Ärzte und Heilpraktiker mit Zusatzausbildung durchführen dürfen, zielt sie nicht auf die Behandlung bestimmter Krankheitsbilder ab, sondern auf die Verbesserung des Wohlbefindens der Patienten. Sie wird begleitend zu medizinischen und pflegerischen Maßnahmen eingesetzt – von der Raumbeduftung über Bäder bis zu Massagen. Dafür absolvieren Pflegepersonen entsprechende Kurse in der Aus- oder Fortbildung.
Sie wecken Erinnerungen
Aktuell belegt eine Untersuchung von Krankenkassen in deutschen Pflegeheimen, dass der Einsatz von Aromen sowohl den Bewohnern als auch dem Pflegepersonal guttut. So soll Raumduft mit Lemongrass die Stimmung verbessern und Menschen, die teilnahmslos wirken, aus der Lethargie holen. Lavendel beruhigt rastlose Bewohner und lindert erwiesenermaßen Ängste. Auch zur Einschlafförderung ist dieser blumig-aromatische Duft das Aroma der Wahl. Darüber hinaus belegt eine polnische Studie, dass Lavendelöl in der Raumluft sogar antibakteriell gegen gefährliche Krankenhauskeime wirken kann. Ein Duft hat eben mehr als nur eine Wirkung. Auch reagieren Menschen unterschiedlich: Bei einigen weckt Vanille schöne Kindheitserinnerungen, vermittelt Geborgenheit und Sicherheit. Andere verbinden diese Gefühle eher mit dem Duft von Rosen oder Melisse. Verschiedene »Duftgedächtnisse« anzusprechen, erfordert Sensibilität und Kompetenz der Pflegepersonen.
Für alle Sinne
Besonders intensiv wirken Düfte in der Verbindung mit sanfter Berührung, etwa bei Massagen. Erste Ergebnisse einer Studie des Uniklinikums Tübingen zeigen, dass Hand- und Unterarmeinreibungen mit Lavendelöl bei Demenzpatienten innere Unruhe lindert und ihnen ruhigere Nächte beschert. Außerdem verleihen ätherische Öle dem Raumklima eine besondere Note, wenn sie sich etwa in Diffusoren, Duftlampen oder auf Duftsteinen in der Luft verteilen. Einige Tropfen ausgewählter Öle werden für Kompressen, Wannen-, Sitz- und Fußbäder und zur Hautpflege, etwa in der Körperlotion, eingesetzt.
Hinweise für die Anwendung
Auch pflegende Angehörige können Aromen nutzen und (nebenbei) selbst von den wohltuenden Düften profitieren. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten: Verwenden Sie nur hochwertige, zu 100 Prozent reine ätherische Öle aus Ihrer Apotheke. Um Reizungen und allergische Reaktionen zu vermeiden, tragen Sie sie nie pur auf die Haut auf – Lavendelöl bildet hier eine Ausnahme.
Für ein Massageöl mischen Sie beispielsweise 20 Tropfen Lavendelöl mit 100 Milliliter Mandel- oder Jojobaöl. Im Badewasser entfalten ätherische Öle nur in Verbindung mit einem Emulgator, etwa einem Pflanzenöl, ihre Wirkung. Auf Nummer sicher gehen pflegende Angehörige daher mit fertigen Aromapflege-Produkten aus der Apotheke – hier stimmen die Qualität der Öle und deren Dosierung in Massageölen, Körperlotionen und Badeessenzen.
So wirken ätherische Öle
- Stimmungsaufhellend: Bergamotte, Orange, Rose.
- Aktivierend: Lemongrass, Minze, Rosmarin.
- Schlaffördernd: Lavendel, Melisse, Neroli.
- Antibakteriell: Eukalyptus, Oregano, Teebaum.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Toller Teint – fünf Beauty-Hacks für rosige Frische
1. Frische-Kick für Feuchtigkeit Eine gut durchfeuchtete Haut ist die Basis für eine strahlend-schöne Gesichtshaut. Also her mit den Cremes und Seren von leichter Textur. Entscheidend ist zudem, was drin ist. Gele mit Bio-Aloe vera legen sich wie ein zarter Film...
1. Frische-Kick für Feuchtigkeit
Eine gut durchfeuchtete Haut ist die Basis für eine strahlend-schöne Gesichtshaut. Also her mit den Cremes und Seren von leichter Textur. Entscheidend ist zudem, was drin ist. Gele mit Bio-Aloe vera legen sich wie ein zarter Film auf die Haut und schützen vor Austrocknung. Ihre Haut ist sensibel und braucht etwas mehr beruhigende Pflege? Dann erfüllt Naturkosmetik mit Kamillenextrakten perfekt diese Bedürfnisse. Angesagt in Sachen Feuchtigkeitspflege ist übrigens Bakuchiol. Der Wirkstoff aus der indischen Babchi-Pflanze ist der Kollagen-Boost aus der Natur. Er sorgt für Elastizität und Spannkraft, schützt vor schädlichen äußeren Einflüssen und optimiert Ihren frischen, natürlichen Hautton.
2. Ab in die Maske
Gesichtsmasken sollten vor allem eins sein: sanft zur Haut. Cremige Texturen mit wertvollen Pflanzenölen schaffen das. Mandel, Avocado und Jojoba ergeben ein schmeichelhaftes Trio. Gelmasken auf Wasserbasis hingegen bringen zusätzlich einen Kühleffekt mit und spenden noch intensivere Feuchtigkeit. Idealer Inhaltsstoff: Hydratisierende Hyaluronsäure. Zusammen mit Rotalge zaubert sie einen meeresfrischen Teint. Tipp: Feuchtigkeitsmasken abends anwenden, dann wachen Sie morgens mit sichtbar erholter Haut auf.
3. Fluid mit UV-Schutz
Ein Muss in der frühlingshaften Hautpflege: täglicher Sonnenschutz! Besonders innovativ sind Fluids mit mineralischem UV-Filter, die gleichzeitig feuchtigkeitsspendende Hyaluronsäure enthalten. So sind Sie doppelt vor sonnenbedingter Hautalterung gewappnet, beugen Pigmentflecken vor und sehen top gepflegt aus – dank der integrierten Glow-Elemente wie Moringaöl oder Thermalwasser. Die neuen UV-Schutz-Fluids ziehen schnell ein und fetten nicht – daher auch als Make-up-Grundierung gut geeignet.
4. Ein besonderes Wasser
Mizellenwasser ist die beste „Waffe“ gegen Schmutz, Make-up-Reste und überschüssigen Talg. Einen „Schuss“ von dieser milden Reinigungslotion geben Sie auf ein Wattepad und streichen sanft über Wangen, Augenpartie, Stirn und Kinn, ohne zu reiben. Der Vorteil gegenüber herkömmlichem Leitungswasser ist: Mizellenprodukte trocknen die Haut nicht aus. Im Gegenteil. Sind sie angereichert mit Aminosäuren und den Vitaminen C und E, schenken sie der Haut Feuchtigkeit und Energie – und bereiten optimal auf weitere Pflegeschritte vor. Morgens und abends anwenden.
5. BB steht für Beauty
Pflege und natürliche Schönheit in einem: Ein Beauty Balm – besser bekannt als BB-Creme – kaschiert Rötungen und sorgt so für einen ebenmäßigen Teint, ohne maskenhaft zu wirken. Die Tönung ist nur leicht, dafür punkten diese Produkte umso mehr mit Pflege. Sheabutter schützt vor Feuchtigkeitsverlust, mineralische Pigmente zaubern einen zarten Schimmer. Als Finish nach dem Sonnenschutz-Fluid lassen naturkosmetische BB-Cremes Ihre Haut strahlen. Ob in den Farben Beige, Gold oder Apricot – das ist Geschmackssache.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Sollten Wurzelreste entfernt werden?
Wurzelreste im Kiefer sind keine Seltenheit. Sie entstehen meist, wenn ein Zahn stark beschädigt ist und bei einer früheren Behandlung nicht vollständig entfernt werden konnte oder sollte. Doch stellt sich für viele Patientinnen und Patienten die berechtigte Frage: Müssen Wurzelreste...
Wurzelreste im Kiefer sind keine Seltenheit. Sie entstehen meist, wenn ein Zahn stark beschädigt ist und bei einer früheren Behandlung nicht vollständig entfernt werden konnte oder sollte.
Doch stellt sich für viele Patientinnen und Patienten die berechtigte Frage: Müssen Wurzelreste unbedingt entfernt werden oder kann man sie bedenkenlos im Kiefer belassen? Die Antwort darauf ist differenziert und hängt von mehreren Faktoren ab.
Was sind Wurzelreste überhaupt?
Als Wurzelreste bezeichnet man Teile der Zahnwurzel, die im Kiefer zurückbleiben. Das kann zum Beispiel passieren:
- nach einer schwierigen Zahnentfernung,
- bei stark zerstörten oder abgebrochenen Zähnen,
- wenn das Risiko einer vollständigen Entfernung zunächst zu hoch ist.
Diese verbliebenen Wurzelanteile sind nicht automatisch problematisch, können es aber werden. Bleiben entzündete Wurzelreste im Kiefer, können sie als dauerhafte Keimquelle wirken und langfristig zu Entzündungen, Schmerzen oder Knochenabbau führen. In seltenen Fällen können solche chronischen Entzündungsherde unter Umständen auch Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit haben.
Wann sollten Wurzelreste entfernt werden?
In vielen Fällen ist es medizinisch sinnvoll, Wurzelreste zu entfernen, besonders dann, wenn Beschwerden oder Risiken bestehen. Typische Gründe für eine Entfernung sind:
- Entzündungen oder Infektionen im Bereich der Wurzel,
- Schmerzen oder Druckgefühl im Kiefer,
- Zystenbildung oder andere Veränderungen im Knochen,
- Beeinträchtigung benachbarter Zähne,
- Vorbereitung auf Zahnersatz oder Implantate.
Wurzelreste können ein versteckter Entzündungsherd sein, auch wenn zunächst keine Symptome auftreten. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle durch die Zahnarztpraxis wichtig. Die Beurteilung erfolgt in der Regel anhand einer klinischen Untersuchung und von Röntgenaufnahmen.
Wann können Wurzelreste im Kiefer bleiben?
Es gibt auch Situationen, in denen Wurzelreste bewusst im Kiefer belassen werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn:
- ein Wurzelrest keine Beschwerden verursacht,
- keine Entzündung vorliegt,
- die Entfernung ein hohes Risiko für Nerven oder Knochen darstellen würde,
- der Rest stabil und vollständig von Knochen umgeben ist.
In solchen Fällen wird der Bereich regelmäßig kontrolliert – oft mittels Röntgenaufnahmen – um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Wie läuft die Entfernung ab?
Die Entfernung von Wurzelresten ist in der Regel ein kleiner oralchirurgischer Eingriff, der meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Dabei wird das Zahnfleisch vorsichtig geöffnet und der Wurzelrest freigelegt. Anschließend wird der Rest schonend entfernt.
Moderne Techniken ermöglichen dabei ein sehr präzises und möglichst schonendes Vorgehen. Nach dem Eingriff kann es zu leichten Schwellungen oder Schmerzen kommen, die jedoch in der Regel gut behandelbar sind.
Regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt
Lassen Sie Wurzelreste regelmäßig kontrollieren und sich individuell beraten. So können mögliche Risiken frühzeitig erkannt und individuell die beste Entscheidung für Ihre Zahngesundheit getroffen werden.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de
Artenvielfalt: Hier summt Ihnen was
Die kleine grüne Oase im Garten oder auf dem Balkon erwacht erst dann richtig zum Leben, wenn es dort krabbelt und flattert. Doch diese natürliche Geräuschkulisse ist fast verstummt – 40 Prozent der Insektenarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Locken...
Die kleine grüne Oase im Garten oder auf dem Balkon erwacht erst dann richtig zum Leben, wenn es dort krabbelt und flattert. Doch diese natürliche Geräuschkulisse ist fast verstummt – 40 Prozent der Insektenarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Locken wir also Bienen, Hummeln und Käfer wieder in unsere Beete und Blumenkästen. Nur wie? Wir haben Tipps.
Blütenbüfett für Bestäuber
Ein bunt blühender Garten ist nicht bloß eine Augenweide, sondern bietet vielen Insektenarten einen reich gedeckten Tisch. Doch was pflanzen wir an, um den Speiseplan der nektar- und pollenliebenden Bestäuber reich zu decken? Heiß begehrt bei Wildbienen und Hummeln sind Lavendel, Thymian und Salbei, auch auf Oregano und Borretsch fliegen sie. Viele Schmetterlinge und Käferarten hingegen haben eine Vorliebe für Doldenblütler wie Dill oder Fenchel. Hungrige Sechsbeiner füttern Sie am besten mit Brennnessel und Efeu. Achten Sie darauf, dass es bei Ihnen rund ums Jahr blüht. Frühblüher wie Krokusse und Wiesenprimel erleichtern Insekten den Start ins Jahr. Im Herbst wiederum versorgen Astern, Chrysanthemen und Sonnenhut sie bis zum ersten Frost. Und jetzt im Mai lassen Sie auf der Wiese Gänseblümchen, Löwenzahn und Klee doch einfach stehen – als Leckerbissen für alle Summer und Brummer. Was wild wächst, „mundet“ ihnen am besten. Zuchtformen wie Dahlien oder Rosen hingegen sehen zwar verlockend aus, entpuppen sich jedoch als Mogelpackung. Diese gefüllten Blüten bieten keine Nahrung und sind daher nur für uns ein Augenschmaus.
Totholz für mehr Leben
Ob alter Baumstamm, dicker Ast oder Reisighaufen – Totholz im Garten gehört zu den wertvollsten Lebensräumen für viele Insektenarten. Wildbienen nisten in den Ritzen, etliche Käferarten entwickeln sich in morschen Zweigen, Pilze und Mikroorganismen leisten Zersetzungsarbeit. Somit ist Totholz alles andere als tot – es steckt voller Leben und zieht noch dazu viele Kleintiere an. Igel, Blindschleichen, Kröten und Spitzmäuse finden hier Futter und Unterschlupf. Daher: Vermeintlich abgestorbene Zweige nicht entsorgen, stapeln Sie sie auf. Größere Gärten bieten eventuell Platz für Totholzhaufen aus Strauch- und Baumschnitt. Sogenannte Benjeshecken dienen als Kinderstube für Holzbienen, Hirschkäfer und Co. Auch auf dem Balkon kann ein kleines Stück Hartholz mit Bohrlöchern zur Mini-Wohnanlage werden, in der es zirpt und brummt.
Natur braucht die Nacht
Solar-Lichterketten und -Lampions tauchen den Garten an lauen Sommerabenden in romantisches Licht. Bei Insekten sorgen sie jedoch für tödliche Verwirrung. Dauerbeleuchtung stört ihren natürlichen Tag-und-Nacht-Rhythmus. Motten, Nachtfalter und Fliegen umschwirren nächtelang die künstlichen Lichtquellen, bis sie schließlich vor Erschöpfung sterben. Daher: Verzichten Sie auf solche Lichtverschmutzung. Natürlich müssen Sie abends nicht im Finsteren auf der Terrasse oder auf dem Balkon sitzen. Knipsen Sie eine kleine Laterne an – und wieder aus, wenn Sie ins Bett gehen. So gönnen Sie auch den Insekten ihre wohlverdiente Nachtruhe.
Wilder Winkel
Sie müssen ja nicht den Garten völlig verwildern lassen. Eine kleine unaufgeräumte Ecke genügt. Dort kommt kein Rasenmäher hin, Brennnesseln dürfen sprießen und Blätter bleiben liegen. Wilde Winkel sind kein Makel, sondern wahre Magneten für Schmetterlinge und Raupen. Viele Falterarten, etwa das Tagpfauenauge, sind auf Wildkräuter angewiesen. Wer Blühinseln stehen lässt und Laub nicht sofort entfernt, fördert Biodiversität. Mut zur Wildnis bedeutet Mut zum Leben.
Dünger? Nein, danke!
Abgesehen davon, dass chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel in einem insektenfreundlichen Garten ohnehin nichts zu suchen haben, sind Herbizide und Pestizide sowieso völlig unnötig. Denn wer Nützlingen wie Wildbienen, Hummeln und Co. Lebensraum schenkt, hat bereits die beste Schutztruppe gegen Schädlinge im Garten. Marienkäfer fressen Blattläuse, Florfliegen halten Spinnmilben in Schach und Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Lebensmittelmotten. Und wer düngen möchte – für üppigen Gemüsewuchs –, der erzielt mit Brennnesseljauche, Kompost, Kaffeesatz und Eierschalen den gewünschten Effekt – ohne das Bodengleichgewicht zu stören. Wen Beikraut stört, der gräbt es einfach aus oder zupft es auf die herkömmliche Weise.
Mähfreier Mai
Den Rasenmäher einen ganzen Frühlingsmonat lang im Schuppen ruhen lassen – dazu rufen Naturschutzverbände auf und appellieren nun wieder für den „Mähfreien Mai“ – den Insekten zuliebe. Bienen, Hummeln, Falter und Käfer bekommen schlichtweg mehr Nektar und Pollen als Nahrung, wenn sich Gänseblümchen, Weißklee, Gundermann und Löwenzahn bis zur Blüte entwickeln können. Der NABU in Baden-Württemberg rät insgesamt zu mehr Gelassenheit bei der Rasenpflege im Garten. „Weniger radikal zupfen und nicht ständig mähen, dann kommt die blühende Natur von ganz allein“, sagt die Gartenexpertin Aniela Arnold und betont: „Wer seltener mäht, kann öfter die Natur genießen und hat weniger Stress.“
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Sicca-Syndrom: Brennen im Blick
Trockene, gereizte und gerötete Augen – typische Anzeichen fürs Sicca-Syndrom. Immer mehr Menschen plagen sich damit. Warum? Und noch wichtiger: Was hilft? Inzwischen leidet jeder Sechste in Deutschland unter trockenen Augen. Experten schätzen, die Zahl der Betroffenen hat sich in...
Trockene, gereizte und gerötete Augen – typische Anzeichen fürs Sicca-Syndrom. Immer mehr Menschen plagen sich damit. Warum? Und noch wichtiger: Was hilft?
Inzwischen leidet jeder Sechste in Deutschland unter trockenen Augen. Experten schätzen, die Zahl der Betroffenen hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht. 20 Prozent aller Augenarzt-Patienten kommen wegen Sicca-Symptomen in die Praxis und sie berichten außerdem von verschwommenem Sehen, Lichtempfindlichkeit, einem Druck- und Fremdkörpergefühl im Auge. Oftmals liegt’s am Alter. Denn mit den Jahren lässt die Produktion der Tränenflüssigkeit nach. Es gibt jedoch noch etliche Ursachen mehr.
Gründe: Genau hinschauen
Beim Sicca-Syndrom ist die Benetzung der Augenoberfläche aus dem Takt – durch zu wenig Tränenflüssigkeit, die das Auge schützen soll, oder weil ihre Zusammensetzung nicht mehr stimmt. Eventuell verdunsten Tränen zu schnell. Dahinter steckt eine Erkrankung der Lidranddrüsen. Man spricht von einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion – einer der häufigsten Ursachen.
Einige andere Leiden bringen das Sicca-Syndrom als mögliche Begleiterscheinung mit sich, etwa Diabetes, rheumatoide Arthritis, Morbus Basedow zusammen mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder auch Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Rosazea. Trockene Augen können zudem eine Nebenwirkung diverser Medikamente sein. In erster Linie trifft dies auf Beta-Blocker, Psychopharmaka und Hormonpräparate zu. Und letztlich scheint unser modernes Leben das Sicca-Syndrom zu begünstigen. Bei stundenlanger Bildschirmarbeit kommen Lidschläge einfach zu kurz. Normalerweise blinzeln wir circa 20-mal pro Minute, vorm PC nur maximal sieben Mal. Nicht zu vergessen: Umweltfaktoren wie Feinstaub, Ozon, Heizungs- und Klimaanlagenluft sind ein Dorn im Auge – auch wegen des Sicca-Syndroms.
Zum Check – den Augen zuliebe
Trockene, brennende Augen sollten Sie keinesfalls ignorieren. Durch den fehlenden Schutzfilm kann es auf Dauer zu Schäden kommen: Die Hornhäute vernarben womöglich oder trüben ein – mit der Folge: Wir können schlechter sehen. Vermuten Sie, am Sicca-Syndrom zu leiden, gehen Sie zum Augenarzt. Er misst die Menge und Qualität des Tränenfilms und behandelt je nach Ursache.
Tropfen gegen Trockenheit
In den meisten Fällen helfen spezielle Augentropfen als Tränenersatzmittel. Sogenannte »künstliche Tränen« befeuchten das Auge, stabilisieren den Tränenfilm und lindern die Symptome. Sie sind rezeptfrei in Ihrer Vor-Ort-Apotheke erhältlich. Noch intensiver wirken Augensalben und -gele für die Nacht. Mit ihrer zähen Konsistenz und ihrem entzündungshemmenden Dexpanthenol helfen sie bei der Regeneration der Augenoberfläche.
Bewusst blinzeln
Auch Ihren Lebensstil dürfen Sie dabei nicht aus dem Auge verlieren: Bei der Bildschirmarbeit, beim Fernsehen und beim Lesen legen Sie reichlich Pausen ein, schauen Sie in die Ferne und lüften Sie Innenräume regelmäßig kräftig durch. Allergiker schaffen sich am besten einen Luftfilter gegen Staub und Pollen an. Und nach draußen gehen Sie – gerade jetzt in der schönen Jahreszeit – nie ohne Sonnenbrille mit integriertem UV-Schutz. Außerdem: Schlafen Sie genug, damit sich die Augen vom Tag erholen können. Und wann immer die Augen jucken und brennen: nicht reiben, nur bewusst blinzeln – und träufeln.
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Das geht auch umweltfreundlich – Shoppen im Netz
Weite Lieferwege, haufenweise Verpackungen und lästige Retouren. Jede Online-Bestellung wird zur Umweltsünde – es sei denn, wir beachten ein paar wichtige Regeln. Klicken und kaufen – ganz bequem von zu Hause aus. Shopping im Internet ist für uns selbstverständlich geworden,...
Weite Lieferwege, haufenweise Verpackungen und lästige Retouren. Jede Online-Bestellung wird zur Umweltsünde – es sei denn, wir beachten ein paar wichtige Regeln.
Klicken und kaufen – ganz bequem von zu Hause aus. Shopping im Internet ist für uns selbstverständlich geworden, Waren zurückzuschicken aber auch. 550 Millionen Pakete gingen im Jahr 2025 retour. Ein Rekordhoch! Rücksendungen sind jedoch nicht das einzige (Umwelt-)Problem im Onlinehandel. Hinzu kommen Herstellung, Transport und Plastikmüll. Worauf kommt es also an, wenn wir digital einkaufen?
Gute oder schlechte Stoffe?
Laut Experten beginnt die Umweltbelastung bereits bei der Produktion. Entscheidend ist demnach: Was bestellen wir? Für die Bluse, die zu 100 Prozent aus Polyester besteht und in China gefertigt wurde, gibt es sicherlich klimafreundlichere Alternativen. In Onlineshops, die sich auf nachhaltige Mode spezialisiert haben, finden Sie Kleidung aus recycelten Stoffen, aus Bio-Baumwolle, Leinen oder Hanf. Achten Sie beim Onlineshopping daher am besten auf Siegel wie Fair Wear Foundation, GOTS (Global Organic Textile Standard) oder Der Grüne Knopf. Oder Sie kaufen Second-Hand-Kleidung – der Vintage-Look ist in!
Mit 70 Prozent nehmen Klamotten die Spitzenposition aller Online-Einkäufe ein. Dicht darauf folgen Elektronikartikel (59 Prozent). Auch hier lohnt sich ein Blick in das umfangreiche Refurbished-Angebot. Gebrauchte, aber generalüberholte Geräte mit Garantie erfüllen ihren Zweck genauso wie Neuware – nur nachhaltiger und ressourcenschonender.
Retouren müssen nicht sein
Da wir beim Onlinekauf nichts anprobieren oder testen können, kommt es häufig zu Rücksendungen. Diese müssen verpackt und transportiert werden. Der CO2-Ausstoß dadurch ist enorm. Um dies zu vermeiden, empfiehlt das Umweltbundesamt, Produktbeschreibungen genau zu lesen und Kundenbewertungen zu studieren. Geht es um Kleidung, helfen Größentabellen und Erfahrungsberichte, Fehlkäufe zu minimieren.
Bestellung im Bundle
Zwei oder mehr Artikel auf einmal zu ordern, spart nicht nur Transportwege und Verpackungsmüll, sondern auch Geld. Denn müssen Sie für jedes Teil Versandkosten zahlen, kommt früher oder später ein sattes Sümmchen zusammen. Also versuchen Sie, einzelne Spontankäufe gering zu halten. Am sinnvollsten sind Sammelbestellungen, die Sie für Familie, Freunde oder Nachbarn aufgeben. Ein prallvoller digitaler Warenkorb für alle bedeutet für den Fahrer weniger Wege, Sprit und Zeit – und für die Umwelt ein Aufatmen.
Paket kommt
Maßgeblich für mehr Nachhaltigkeit ist die „letzte Meile“. Gemeint ist die Strecke vom Paketzentrum bis zu Ihrer Wohnungstür. Denn sind Sie nicht zu Hause und können die Sendung nicht in Empfang nehmen, fährt der Lieferdienst meist wieder und versucht am Folgetag erneut, Sie anzutreffen. Warum also die Lieferung nicht direkt an eine Paketstation oder einen Paketshop schicken? Auch die Abstellgenehmigung an einem Wunschort (unterm Carport oder beim Nachbarn), hilft, unnötige Mehrfahrten zu verhindern.
Mehrweg statt Müll
Onlineware ist gut verpackt – in Folie und Plastik. Wie umweltschädigend! Einige Händler bieten mittlerweile Mehrweg-Verpackungssysteme an oder den Versand ohne zusätzliche Umverpackung. Einfach mal nachforschen.
Bewusst Online-Bummeln
Dreh- und Angelpunkt bei Onlinebestellungen ist die Frage: „Brauche ich das wirklich?“ Rabattaktionen wirken zwar verlockend, verleiten aber häufig zu Käufen, die wir schnell wieder bereuen. Wer bewusster konsumiert und Angebote kritisch hinterfragt, shoppt umweltfreundlicher im Netz.
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